Es war ein Spiel, das lange in Erinnerung bleiben wird. Mit vollem Einsatz und unerschütterlichem Teamgeist lieferte sich die erste Mannschaft des TTC Aichtal ein packendes Duell mit dem Gast vom TSV Wendlingen und musste sich nach vier Stunden Spielzeit knapp mit 7:9 geschlagen geben.
„Ein Punkt wäre hochverdient gewesen“, resümierte Kapitän Florian Stiefel sichtlich bewegt. Und in der Tat: Der Spielverlauf offenbarte überraschend eine Begegnung auf Augenhöhe, geprägt von hochklassigen Ballwechseln, dramatischen Wendungen und emotionalen Höhepunkten. Bereits die Doppel zu Beginn versprachen eine enge Partie: Während Dürr/Stiefel mit 3:0 souverän punkteten und auch Mayer/Pavlidis einen 3:1-Erfolg beisteuerten, unterlagen Mezger/Maier denkbar knapp im Entscheidungssatz.
In den Einzeln wurde deutlich: Der TTC Aichtal war an diesem Tag kein Außenseiter, sondern ein ebenbürtiger Gegner. Besonders Fotios Pavlidis brillierte mit einem glatten 3:0 gegen Stuhlmüller und unterstrich seine derzeit gute Form. Auch Steffen Maier überzeugte mit zwei Einzelsiegen und hielt das Team lange im Spiel. Ein Ausrufezeichen zum rechten Moment war der Auftritt von Frank Dürr, der mit kühlem Kopf und cleverem Spiel gegen Wendlingens Nummer eins und Top-Spielerin, Renata Krawczyk, ein klares 3:0 erspielte. Rudolf Mayer und Steffen Maier sorgten dann mit ihren abermaligen Leistungssteigerungen und ihren Siegen gegen Zaiser bzw. Stuhlmüller für die Chance auf einen Punktgewinn, während Fotios Pavlidis nach vier Sätzen gratulieren musste. Das abschließende Schlussdoppel vor der tollen, heimischen Kulisse entwickelte sich zur Nervenschlacht. Dürr/Stiefel boten gegen Krawczyk/Jeschke ein packendes Match auf höchstem Niveau; nach drei vergebenen Matchbällen in den Sätzen vier und fünf endete die Partie mit dem glücklicheren Ende für Wendlingen: 10:12 im fünften Satz. Der Schlusspunkt eines dramatischen Tischtennisnachmittags, der fairer und hochklassiger nicht verlaufen kann.
Dass selbst die Gäste den Sieg als „glücklich“ bezeichneten, sagt alles. Wendlingens Benni Hirsch räumte nach dem Spiel gegenüber der NTZ unumwunden ein: „Wir haben zwei Punkte aus Aichtal geklaut.“ Eine bemerkenswerte Anerkennung für die Leistung der Gastgeber.
Auch wenn am Ende kein Zähler auf dem Punktekonto landete, geht der TTC Aichtal mit erhobenem Haupt aus dieser Begegnung. Die Leistung zeigt: Diese Mannschaft hat das Potenzial, jeden Gegner der Liga zu fordern und über sich hinauszuwachsen.






